Kayaköy, Archäologische Stätte in Fethiye, Türkei
Kayaköy ist ein verlassenes Dorf auf einem Hügel nördlich von Fethiye mit etwa 350 Steingebäuden, darunter zwei griechisch-orthodoxe Kirchen im anatolischen Stil. Die Häuser sind eng beieinander gebaut und erstrecken sich den Hang hinauf, wodurch ein ungewöhnliches Labyrinth aus leeren Straßen entsteht.
Das Dorf wurde 1923 nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei verlassen, als seine griechischen Bewohner fortgingen. Dies folgte dem Friedensvertrag von Lausanne, der die Grenzen und die Bevölkerungszusammensetzung der Region grundlegend veränderte.
Das Dorf zeigt, wie Griechen und Türken lange Zeit nebeneinander lebten und ihre eigenen Schulen sowie Kirchen nutzten, während sie sich regelmäßig im alltäglichen Leben begegneten. Diese gemeinsame Geschichte ist heute noch in den verlassenen Räumen spürbar, wo man sieht, wie zwei Gemeinschaften denselben Ort bewohnten.
Die beste Zeit zum Erkunden ist in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne tiefer steht und die Schatten die Struktur der Häuser hervorheben. Bringt festes Schuhwerk mit, da die Wege uneben und manchmal steil sind.
Der Ort wurde von der UNESCO als Dorf der Weltfreundschaft und des Friedens anerkannt, ein seltener Status, der sein Potenzial als Ort der Erinnerung unterstreicht. Die Anerkennung würdigt seine Rolle bei der Dokumentation einer Zeit großer menschlicher Verschiebungen und kultureller Neubewertung.
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