Tschernobyl-Strahlung und ökologisches Biosphärenreservat, Naturschutzgebiet in Oblast Kiew, Ukraine
Das Schutzgebiet ist eine Naturschutzfläche mit über 2000 Quadratkilometern innerhalb der Sperrzone und beherbergt fast 300 Wirbeltierarten sowie etwa 1200 Pflanzenarten. Das Terrain umfasst Wälder, Sumpfgebiete und offene Landschaften, die jeweils unterschiedliche Lebensräume für spezialisierte Tiergruppen bilden.
Das Gebiet wurde am 26. April 2016 zur Naturschutzfläche erklärt, genau 30 Jahre nach dem Reaktorunfall von 1986. Die Ausweisung als Schutzgebiet sollte die verstrahlten Flächen für wissenschaftliche Forschung erhalten und überwachen.
Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern arbeiten vor Ort zusammen, um die Tierpopulationen zu beobachten und zu verstehen, wie Strahlung die Natur verändert hat. Ihre Forschung zeigt, wie Wildnis wieder wachsen kann, wenn Menschen sich zurückziehen.
Das Gebiet ist nur mit Genehmigung und unter Aufsicht zugänglich, da es innerhalb der Sperrzone liegt. Besucher sollten sich vorab bei den lokalen Behörden informieren, welche spezielle Vorkehrungen und Dokumentation für einen Besuch erforderlich sind.
Die Wolfspopulation ist hier etwa siebenmal höher als in den umgebenden Regionen, da der Mensch das Gebiet verlassen hat. Dies macht das Areal zu einem seltenen natürlichen Labor für das Verhalten von Raubtieren unter besonderen Bedingungen.
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