Brixton, Multikulturelles Viertel im Süden Londons, Vereinigtes Königreich
Brixton ist ein südliches Londoner Stadtgebiet im Borough of Lambeth, das rund um die Electric Avenue einen belebten Einzelhandelsbereich mit überdachten Markthallen und Straßenständen bildet. Die Gegend erstreckt sich über mehrere Blocks mit einer Mischung aus viktorianischer Backsteinarchitektur, modernen Wohnbauten und kleinen Geschäftsfassaden.
Im 19. Jahrhundert entstanden hier Wohnviertel, nachdem die Eisenbahn das vorher ländliche Gebiet mit dem Zentrum Londons verband. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele Einwanderer aus der Karibik hierher, was die Zusammensetzung und das Gesicht der Nachbarschaft nachhaltig veränderte.
Die Nachbarschaft zeigt ihre karibische Prägung in kleinen Plattenläden, Lebensmittelmärkten mit exotischen Gewürzen und Bäckereien, in denen man Gerichte aus Trinidad oder Jamaica kaufen kann. An den Wänden entlang der Hauptstraßen sieht man großformatige Wandbilder, die lokale Persönlichkeiten und Musiklegenden zeigen.
Man erreicht das Viertel über die Victoria-Linie der U-Bahn, mehrere Buslinien fahren den ganzen Tag und nachts durch die Gegend. Die belebtesten Stunden sind am Wochenende und vormittags, wenn die Marktstände geöffnet sind und frische Produkte angeboten werden.
Ab 2009 gab es hier eine eigene lokale Währung, das Brixton-Pfund, das Menschen in teilnehmenden Geschäften und Märkten ausgeben konnten. Diese Initiative sollte das Geld in der Nachbarschaft halten und kleinen Unternehmen helfen, sich gegenüber großen Ketten zu behaupten.
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