Chesapeake Bay Bridge-Tunnel, Brücken-Tunnel-Komplex in Virginia Beach und Northampton County, Vereinigte Staaten.
Der Chesapeake Bay Bridge-Tunnel ist eine kombinierte Brücken- und Tunnelanlage im Bundesstaat Virginia, die über eine Länge von etwa 28 Kilometern die Chesapeake Bay überspannt. Die Konstruktion wechselt zwischen oberirdischen Brückenabschnitten und unterirdischen Tunnelpassagen, wobei künstliche Inseln die Übergänge zwischen beiden Ebenen ermöglichen.
Die Anlage wurde im April 1964 eröffnet und ersetzte damit die Fährverbindungen, die seit den 1930er Jahren den Verkehr über die Bucht abwickelten. Ende der 1990er Jahre erfolgte eine Erweiterung durch zusätzliche Fahrspuren, um der gestiegenen Verkehrsnachfrage gerecht zu werden.
Diese Straßenverbindung markiert die geografische Trennlinie zwischen der abgelegenen Eastern Shore und dem Rest von Virginia, wobei die beiden Abschnitte durch die Passage über und unter dem Wasser miteinander verbunden werden. Pendler und Reisende nutzen die Strecke täglich als praktische Alternative zu den früheren Fährverbindungen, die einst die einzige Möglichkeit darstellten, die Bucht zu überqueren.
Für die Durchfahrt werden nach Fahrzeuggröße gestaffelte Mautgebühren erhoben, die auch je nach Tageszeit variieren können. Die Strecke bietet Rastmöglichkeiten an den künstlichen Inseln, wo Autofahrer anhalten und die Aussicht auf das Wasser genießen können.
Die Tunnelabschnitte tauchen unter den Hauptschifffahrtswegen der Bucht hindurch, sodass Frachtschiffe und Kriegsschiffe ungehindert passieren können, während der Autoverkehr kontinuierlich unter deren Kielen weiterfließt. An den künstlichen Inseln kann man Angler beobachten, die von den Ufern aus nach Fischen der Bucht werfen.
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