Comiskey Park, Baseballstadion in South Side, Chicago, Vereinigte Staaten
Comiskey Park war ein Baseballstadion im Stadtteil South Side von Chicago, das von 1910 bis 1990 als Heimspielstätte der Chicago White Sox diente. Die Anlage an der West 35th Street 324 bestand aus einer feuerfesten Stahl- und Betonkonstruktion mit Außenfeldmaßen von 110 Metern entlang der Foullinien und 134 Metern zum mittleren Außenfeld.
Das Stadion wurde am 1. Juli 1910 eröffnet und blieb acht Jahrzehnte lang in Betrieb, bis zum letzten Spiel gegen die Seattle Mariners am 30. September 1990. Ein neues Stadion mit demselben Namen entstand direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite und ersetzte die alte Spielstätte.
Das Gelände trug den Namen seines Bauherrn und langjährigen Besitzers der Chicago White Sox, Charles Comiskey, der das Stadion als repräsentativen Austragungsort für professionellen Baseball konzipierte. Fans versammelten sich über acht Jahrzehnte hier, um die Heimspiele ihrer Mannschaft zu verfolgen, wobei das Stadion zu einer festen Größe im sportlichen Leben der South Side wurde.
Das Gelände bot Platz für 28.000 Zuschauer und verfügte über ein elektronisches Anzeigetableau, das ab 1960 mit Lichtern, Sirenen und Feuerwerk die Homeruns der White Sox begleitete. Besucher erreichten das Stadion über mehrere Eingänge entlang der 35th Street im südlichen Teil der Stadt.
Der Veranstaltungsort war Schauplatz des allerersten All-Star-Spiels der Major League Baseball im Jahr 1933, bei dem Babe Ruth den ersten All-Star-Homerun der Geschichte schlug. Kein Spieler erreichte hier 100 Karriere-Homeruns, wobei Carlton Fisk mit 94 die höchste Zahl während der achtzigjährigen Existenz des Stadions erzielte.
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