Hull House, Soziales Wohnheim in Near West Side, Chicago, Vereinigte Staaten.
Das Hull House ist ein historisches Anwesen im Italianate-Stil im Near West Side-Viertel von Chicago, das heute als Museum für Sozialgeschichte dient. Das erhaltene Haupthaus zeigt Ausstellungsräume mit Fotografien, Dokumenten und Gegenständen aus der Zeit der Einwanderungswelle, während die umliegenden Räume das ursprüngliche Raumgefühl wiedergeben.
Die Einrichtung entstand 1889 durch Jane Addams und Ellen Gates Starr, die nach einem Besuch in London das erste amerikanische Zentrum für Sozialarbeit und Nachbarschaftshilfe schufen. In den folgenden Jahrzehnten wurde das ursprüngliche Haus durch zwölf weitere Gebäude ergänzt, bevor die meisten ab den 1960er Jahren abgerissen wurden.
Der Name stammt von Charles Jerald Hull, einem Immobilienbesitzer aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, dessen Haus zum Kern der Anlage wurde. Noch heute sind die ehemaligen Bewohner-Räume und Gemeinschaftsküchen mit einfachen Möbeln und Kochgeräten ausgestattet, sodass man nachvollziehen kann, wie das Leben dort ablief.
Das Museum liegt an der South Halsted Street nahe dem Campus der University of Illinois und ist über öffentliche Verkehrsmittel gut zu erreichen. Ein Rundgang durch die Räume dauert etwa eine Stunde und eignet sich besonders für Besucher, die sich für Sozialgeschichte und städtische Entwicklung interessieren.
In den Räumen des Hauses fanden auch Musikaufführungen und Theaterabende statt, bei denen Anwohner selbst mitwirkten. Das Gelände beherbergte zeitweise eine öffentliche Badeanstalt, die zu den ersten ihrer Art in Chicago zählte und täglich Hunderte Besucher anzog.
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