Picher, Verlassene Bergbaustadt in Ottawa County, Oklahoma.
Picher ist eine verlassene Siedlung im Ottawa County im Nordosten von Oklahoma, die als Folge von Bergbauschäden und Umweltverschmutzung evakuiert wurde. Die Straßen verlaufen noch in Rastern zwischen leeren Grundstücken, auf denen vereinzelt verwitterte Holzhäuser und eingestürzte Dächer zu sehen sind.
Der Ort entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als Zentrum für Blei- und Zinkabbau und wuchs rasch auf mehrere tausend Einwohner an. Ein Tornado im Jahr 2008 zerstörte viele der noch bewohnten Gebäude und beschleunigte die endgültige Räumung durch die Regierung.
Das Gemeindezentrum mit seinem roten Backsteingebäude steht noch aufrecht, während drum herum die Häuser verschwinden. Die wenigen Wohnwagen und improvisierten Unterkünfte am Stadtrand zeigen, dass einzelne Menschen den Ort nie ganz aufgegeben haben.
Die meisten Straßen sind befahrbar, aber Absperrungen markieren Gebiete mit akutem Einsturzrisiko oder erhöhter Schadstoffbelastung. Wer den Ort besucht, sollte festes Schuhwerk tragen und Abstand zu baufälligen Strukturen halten.
Die weißen Abraumhalden aus gemahlenem Kalkstein und Dolomit können aus Dutzenden Kilometern Entfernung gesehen werden. Wind trägt immer noch feine Partikel dieser Halden über die Region und hinterlässt einen grauen Staub auf allem, was in der Nähe steht.
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