Lake Hitchcock, Gletschersee im Connecticut-Tal, Vereinigte Staaten
Lake Hitchcock war ein riesiger Gletschersee, der sich von Rocky Hill in Connecticut bis nach St. Johnsbury in Vermont erstreckte und das gesamte Connecticut River Valley ausfüllte. Die Sedimente, die sich auf dem Grund des Sees ablagerten, bildeten charakteristische Jahresschichten, die später von Siedlern für die Ziegelherstellung genutzt wurden.
Der See entstand vor etwa 15.000 Jahren, als Schmelzwasser des Laurentidischen Eisschildes sich hinter einer natürlichen Barriere bei Rocky Hill ansammelte. Diese Bildung markierte eine bedeutende Phase in der geologischen Geschichte der Ostküste nach der letzten Eiszeit.
Amerikanische Ureinwohner bewahrten mündliche Überlieferungen über die Existenz dieses großen Sees, die mit geologischen Funden übereinstimmen.
Die Überreste dieses antiken Sees lassen sich heute durch die Sedimentschichten in den Flussufern erkennen, besonders wo die jährlichen Schichtmuster offensichtlich sind. Der beste Ort, um diese geologischen Zeichen zu sehen, sind die Steilwände entlang des Connecticut River, wo die Schichten deutlich zu erkennen sind.
Das Seewasser enthielt fein verteilte Schwebstoffe, die es in ein milchiges Türkis färbten, während Eisberge vom zurückweichenden Gletscher auf der Oberfläche trieben. Diese Mischung aus gefärbtem Wasser und treibendem Eis schuf eine einzigartige und wilde Landschaft, die sich deutlich von der heutigen grünen Vegetation unterschied.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.