Black Bottom, Ehemaliges Wohnviertel in Detroit, Vereinigte Staaten
Black Bottom war ein östliches Wohnviertel in Detroit, das sich zwischen der Gratiot Avenue, der Brush Street, dem Detroit River und den Eisenbahngleisen der Grand Trunk Railway erstreckte. Es war geprägt von Holzrahmenhäusern und lokalen Geschäften, die das tägliche Leben der Bewohner prägten.
Das Gebiet erhielt seinen Namen von französischen Siedlern wegen des dunklen, fruchtbaren Bodens, der von einem Bach stammte und später in ein Entwässerungssystem umgewandelt wurde. Die Nachbarschaft entwickelte sich später zu einem wichtigen Zentrum der afroamerikanischen Gemeinschaft, bis sie in den 1950er Jahren vollständig abgerissen wurde.
Das Viertel war von 1930 bis 1940 ein Zentrum für afroamerikanische Unternehmen, darunter Musikhallen, Restaurants, medizinische Praxen und Hotels. Die New Bethel Baptist Church spielte eine wichtige Rolle im Gemeindeleben und zog Menschen aus der ganzen Stadt an.
Das Viertel war vollständig zu Fuß erreichbar und bot zehn Restaurants, acht Lebensmittelgeschäfte, siebzehn Arztpraxen und sechs Apotheken für die täglichen Bedürfnisse der Bewohner. Alle diese Dienste waren lokal verfügbar und machten eine Fahrt in andere Stadtteile unnötig.
Der Nobelpreisträger Ralph Bunche und der spätere Bürgermeister Coleman Young stammen beide aus diesem Viertel und prägten später Detroits Geschichte. Diese beiden Persönlichkeiten zeigen, welchen Einfluss die Gemeinde auf die Stadt ausübte.
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