Montafon, Alpental im Bezirk Bludenz, Österreich
Montafon ist ein Tal in Österreich, das sich über 39 Kilometer von der Stadt Bludenz bis zu den Verwall-Alpen erstreckt und im Süden von der Silvretta und im Norden vom Rätikon begrenzt wird. Das Tal steigt sanft an und wird nach Osten hin immer enger, während die umliegenden Gipfel allmählich höher werden und schließlich vergletschertes Gelände erreichen.
Zwischen dem 12. Jahrhundert und dem 18. Jahrhundert wurde in der Gegend um Bartholomäberg intensiv Eisenerz und Silber abgebaut, was zahlreiche Familien ins Tal zog. Nach dem Rückgang des Bergbaus verlagerte sich die Wirtschaft auf Landwirtschaft und später auf den Tourismus, der heute die wichtigste Einnahmequelle darstellt.
Die ortsansässigen Landwirte führen noch heute die alte Praxis der Almbewirtschaftung fort und treiben ihre Tiere im Frühjahr auf die Hochalmen und im Herbst wieder zurück ins Tal. Die Dorfkirchen und Kapellen an den Berghängen erinnern daran, wie eng Religion und Bergarbeit früher verwoben waren.
Die Montafonerbahn verbindet Bludenz mit Tschagguns-Schruns und hält an mehreren Ortschaften entlang der Strecke, sodass man leicht zwischen den Dörfern wechseln kann. Die Wege im Tal sind gut ausgeschildert und viele davon führen direkt zu den Ausgangspunkten der Bergwanderwege.
Die Käseproduktion nach alten Rezepten aus dem 12. Jahrhundert bringt einen Käse mit geringem Fettanteil hervor, der durch seine lange Reifung im Keller einen kräftigen Geschmack entwickelt. In manchen Sennereien kann man zusehen, wie die Käselaibe von Hand gesalzen und gewendet werden.
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