Kartause Mauerbach, Kartäuserkloster in Mauerbach, Österreich.
Die Kartause Mauerbach ist ein Kloster aus dem frühen Barock mit einer imposanten Kirche, Fürstentrakt und umschlossenen Gärten. Der Komplex zeigt die charakteristische Bauweise einer Kartause mit separaten Mönchszellen, die jeweils mit eigenem Garten ausgestattet sind.
Das Kloster entstand 1313 als Gründung des Adligen Gerlach und wuchs zu einem bedeutenden kartusianischen Zentrum heran. Die Klostergemeinschaft endete 1782, als Kaiser Joseph II die Auflösung als Teil seiner kirchlichen Reformen anordnete.
Die Kartause war ein Ort strikter Stille und Abgeschiedenheit, wo jeder Mönch in seiner eigenen Zelle lebte und arbeitete. Besucher können heute noch die winzigen persönlichen Gärten sehen, die zeigen, wie isoliert und selbstversorgt das Leben hier war.
Besuche sind nur mit Führungen durch die Denkmalpflege möglich, die vorab gebucht werden müssen, um die historischen Strukturen und Gärten zu sehen. Das Gelände liegt etwas außerhalb, daher sollte man mit ausreichend Zeit für die Anreise planen.
Ausgrabungen in den Latrinen des Klosters förderten vollständige Haushaltsbestände zutage, darunter italienische Majolika und Überreste von Fisch-, Biber- und Schildkrötenzucht. Diese Funde zeigen überraschend hochwertige und vielfältige Nahrungsmittel in einem Orden der Strenge.
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