Getreidegasse, Historische Straße in Salzburg
Die Getreidegasse ist eine Fußgängerzone im alten Stadtkern von Salzburg mit eng aneinander stehenden Häusern, die von mehreren Etagen aufragen und von historischen Fensteröffnungen geprägt sind. Die Straße öffnet sich durch Durchgangshäuser zu verdeckten Innenhöfen und Nebenstraßen, wobei Läden, Cafés und Kunsthandwerksbetriebe die Erdgeschosse belegen.
Die Straße wurde bereits im 11. Jahrhundert erwähnt und diente als Handelsroute für Kaufleute, die Waren durch Salzburg transportierten. Seit dem 16. Jahrhundert prägen neue Bauweisen mit höheren Gebäuden und italienischen Stileinflüssen das Erscheinungsbild, während die charakteristische Dachform der Salzburger Giebel die Architektur bis heute kennzeichnet.
Die Getreidegasse trägt einen Namen, dessen Ursprung mit alten Wörtern für Eile und Geschwindigkeit verbunden ist, obwohl die heutige Bezeichnung davon abweicht. Hier zeigen sich noch immer handgefertigte Zunftschilder aus Metall über den Eingängen, die nach alter Handwerkstradition die Art der Geschäfte andeuten und das historische Handwerk der Schildermacher lebendig halten.
Die Straße ist täglich frei zugänglich und bildet einen zentralen Ort im Stadtzentrum, von dem aus man leicht die Kathedrale und den Hauptplatz erreicht. Da Autos nur begrenzt fahren dürfen, ist das Zu-Fuß-Gehen sicher und angenehm, wobei eine halbe Stunde für einen kurzen Besuch mit Geschäften ausreicht oder mehrere Stunden für intensive Erkundung.
Auf Nummer 9 steht das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1756, das als Museum heute Tausende von Besuchern jährlich anzieht. Das Haus selbst zeigt die bescheidenen Lebensumstände einer musikalischen Familie aus jener Zeit und bietet Einblick in die Welt des jungen Komponisten.
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