Europaschutzgebiete March-Thaya-Auen, Naturschutzgebiet an den österreichischen Grenzen zur Slowakei und Tschechischen Republik.
Die Europaschutzgebiete March-Thaya-Auen sind ein Schutzgebiet, das sich über Auewälder, Überschwemmungswiesen und offene Wasserflächen entlang zweier Grenzflüsse in Niederösterreich erstreckt. Das Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen entsteht durch die natürliche Dynamik der Flussläufe und ist mit dichten Gehölzen, ausgedehnten Schilfbereichen und Wiesen durchsetzt.
Das Gebiet wurde 1996 in das europaische Netzwerk Natura 2000 aufgenommen, um bedrohte Lebensräume für Vogelarten zu schützen. Diese Ausweisung trug wesentlich zur internationalen Anerkennung der ökologischen Bedeutung von Auelandschaften in Zentraleuropa bei.
Das Gebiet ist für Vogelbeobachter bedeutsam, da hier seltene Arten wie der Seeadler und der Kampfläufer regelmässig zu sehen sind. Die Flussauen werden von den Gemeinden bewusst gepflegt, um diese Lebensräume für wandernde Vögel zu erhalten.
Das Gebiet ist mit lokalen Wanderwegen und Beobachtungsstellen gut erschlossen, die vor Ort ausgeschildert und auf Karten verzeichnet sind. Besucher sollten in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden gehen, wenn die Vogelaktivität am höchsten ist.
Das Gebiet ist Teil eines grenzüberschreitenden Ramsar-Schutzgebiets, das sich über Osterreich, Slowakien und Tschechien erstreckt und unter den weltweit tri-nationalen Feuchtgebiet-Standorten einzigartig ist. Diese Anordnung erfordert eine koordinierte Verwaltung zwischen drei Landern, um die Kontinuität des Lebensraums für wandernde Tierpopulationen zu gewahrleisten.
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