Immurium, Römische Ausgrabungsstätte in Unternberg, Österreich
Immurium ist eine römische Ausgrabungsstätte in Unternberg auf 1100 Metern Höhe mit elf Gebäuden, darunter eine Unterkunft, ein Badekomplex und ein Heiligtum an einem südexponierten Abhang. Die Überreste wurden nach ihrer Entdeckung zwischen 1964 und 1970 wieder eingegraben, um sie vor Umwelteinflüssen an diesem hochgelegenen Standort zu schützen.
Die Siedlung entstand während der Herrschaft von Kaiser Claudius zwischen 41 und 54 n. Chr. als Teil des Straßennetzes, das Virunum mit dem heutigen Salzburg verband. Diese Verbindung machte sie zu einem wichtigen Punkt für Handel und Reisen in den Alpen.
Die Überreste zeigen römische Techniken wie Hypokaustheizung und spezialisierte Konstruktionsmethoden in den erhaltenen Mauerschichten. Solche Strukturen verdeutlichen den Alltag in einer hochgelegenen Siedlung vor fast 2000 Jahren.
Der Standort liegt auf großer Höhe an einem steilen Abhang, was Besuche körperlich anspruchsvoll macht. Die Wege können rutschig und schwer zugänglich sein, besonders bei schlechtem Wetter.
Alte Inschriften erwähnen eine Frau namens Ategenta, die in Metallbearbeitung und Bronzeherstellung tätig war. Dies zeigt, dass Frauen in dieser römischen Gemeinschaft wirtschaftliche Rollen innehatten.
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