Wulzendorf, Denkmalgeschütztes Objekt in Donaustadt, Wien, Österreich
Wulzendorf ist ein Wohngebiet in Donaustadt, das aus mehreren Bauphasen stammende Wohnhäuser umfasst und sich in die Stadtlandschaft des nördlichen Wiens einfügt. Die Gebäude entstanden zu unterschiedlichen Zeiten, wobei ein bedeutender Teil zwischen 1924 und 1928 als Müllnermais-Siedlung gebaut wurde.
Das Gebiet wurde erstmals 1150 erwähnt und war ursprünglich ein mittelalterliches Dorf, das nach Überschwemmungen 1568 aufgegeben wurde. Nach dieser Auflösung entwickelte sich die Gegend Hunderte von Jahren lang anders, bis sie im 20. Jahrhundert zur modernen Wohnsiedlung umgestaltet wurde.
Die Siedlung trägt den Namen eines mittelalterlichen Ortes, dessen Geschichte in der Namensgebung bis heute sichtbar bleibt. Besucher können an den Gebäuden und ihrer Anordnung ablesen, wie soziale Wohnbauten des frühen 20. Jahrhunderts Gemeinschaft und Alltag gestalteten.
Das Wohngebiet ist mit der Buslinie 92A mit der Innenstadt Wiens verbunden und hat seit 1982 Zugang zur U-Bahn-Infrastruktur. Besucher können das Gebiet leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen und die Gebäude am besten zu Fuß erkunden.
Keramische Fragmente, die in der Nähe von Breitenlee ausgegraben wurden, bestätigen, dass hier tatsächlich ein mittelalterliches Dorf existierte und in der späten mittelalterlichen Zeit verlassen wurde. Diese archäologischen Funde bieten konkrete Hinweise auf die menschliche Besiedlung, die lange vor der modernen Wohnentwicklung endete.
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