Filialkirche Gerlamoos, Geschützte Kirche in Steinfeld, Österreich
Die Filialkirche Gerlamoos steht am Waldrand oberhalb des Dorfes und zeigt einen gotischen Chor neben einem hölzernen Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert. Das Hauptportal bewahrt seine romanische Gestaltung mit doppelstufigen Rundbögen, während die Südseite durch drei rechteckige Barockfenster geprägt wird.
Die erste Erwähnung des Ortes fällt in die Zeit zwischen 1065 und 1075, damals noch unter dem Namen palus Gerlinde bekannt. Während des 16. und 17. Jahrhunderts erfuhr das Gebäude bedeutende bauliche Veränderungen, die seine heutige Gestalt prägen.
Die Wandmalereien im Innern stammen von Thomas von Villach und zeigen Szenen aus der Legende des heiligen Georg. Diese Fresken prägen bis heute das Erscheinungsbild des Kirchenraums und erzählen Geschichten, die Besucher beim Umhergehen entdecken können.
Der Ort lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da er abseits der Hauptstraße liegt und von Waldwegen umgeben ist. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und mit wechselhaften Bedingungen rechnen, besonders wenn es geregnet hat.
Der Hochaltar aus dem Jahr 1705 zeigt ein besonderes Bildprogramm: Sankt Georg im Kampf mit dem Drachen wird von einem Kruzifix mit den Leidenswerkzeugen begleitet. Dieses Zusammenspiel von weltlichem Drachenkampf und religiösem Leidensthema macht den Altar zu einem bemerkenswerten Zeugnis barocker Theologie.
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