Mannesmannturm Wien, Stahl-Gitterturm in Wien, Österreich.
Der Mannesmann-Turm war ein stählernes Gitterwerk mit dreieckigem Querschnitt auf dem Gelände der Wiener Messe. Er bestand vollständig aus nahtlosen Stahlrohren, die ohne herkömmliche Schweißnähte miteinander verbunden wurden.
Mannesmann AG errichtete den Turm 1955 als Schenkung an die Wiener Messe, um die Leistungsfähigkeit der eigenen Rohrstahlproduktion zu präsentieren. Nach mehr als drei Jahrzehnten auf dem Messegelände wurde er 1987 abgerissen.
Der Turm wurde von einem deutschen Stahlkonzern als Geschenk an die Wiener Messe überreicht, was damals eine ungewöhnliche Form der Unternehmenskommunikation war. Solche Industriebauten galten in der Nachkriegszeit als sichtbares Zeichen wirtschaftlicher Erholung und technischer Leistungsfähigkeit.
Da der Turm 1987 abgerissen wurde, ist er heute nicht mehr vor Ort zu besichtigen. Wer sich für ihn interessiert, findet Fotografien und Unterlagen in Wiener Archiven oder Fachpublikationen zur Industriegeschichte der Nachkriegszeit.
Der Turm war nachts mit Neonlampen beleuchtet, die seine gesamte Stahlkonstruktion in ein leuchtendes Geflecht verwandelten. Dieses nächtliche Erscheinungsbild war kein Zufall: Die Beleuchtung sollte die Rohrprofile des Unternehmens in Szene setzen und das Messegelände auch nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar machen.
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