Burgruine Neu-Rettenberg, Mittelalterliche Burgruine in Kolsassberg, Österreich
Burgruine Neu-Rettenberg ist eine Burganlage auf einem Hugel in Kolsassberg mit rechteckiger Grundform und steinernen Mauerresten. Die Festung zeigt Reste von Palasmauern, Wehrtürme mit Schießscharten und Schutzwälle, die in die Hanglage integriert sind.
Kaiser Maximilian I. ubereignete die Burg 1492 dem Ritter Florian Waldauf, der sie anschliessend grundlegend rekonstruierte. Dabei wurden Materialien der alteren Anlage Alt-Rettenberg wiederverwendet, um die neue Festung zu bauen.
Die Burg war über Jahrhunderte Sitz der Gerichtsbarkeit und kümmerte sich um lokale Angelegenheiten, während schwere Verbrechen vor dem Hochgericht von Rottenburg behandelt wurden. Besucher können diese rechtliche Rolle heute noch in der Struktur des Ortes nachvollziehen.
Besucher erreichen die Ruine uber die Strasse von Kolsass nach Kolsassberg, wo ein kleiner Parkplatz am südlichen Eingang Zugang bietet. Der Weg ist zu Fuss gut begehbar, die Hanglage erfordert aber etwas Trittsicherheit.
Die Festung besitzt vier eckige Bastionen mit Kanonenstellungen, die bereits um 1530 eingebaut wurden und zeigen eine fortschrittliche Militararchitektur jener Zeit. Diese fruhen Feuerwaffen-Positionen machen sie zu einem seltenen Beispiel fur Festungsbau der frühen Neuzeit in der Region.
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