Schloss Sigmundslust, Privates Jagdschloss in Vomp, Österreich.
Schloss Sigmundslust ist ein Wehrschloss in Vomp mit einem quadratischen Wohnturm, vier Ecktürmen und einer Wehrmauer um den Garten. Der nordwestliche Bereich wird durch einen auffälligen Torturm geprägt, der den Zugang zum Anwesen kontrolliert.
Der Bau begann zwischen 1472 und 1473 unter Erzherzog Sigmund als Jagdschloss in der Region. Das Gebäude wurde 1809 während der Befreiungskriege zerstört, aber 1860 wieder aufgebaut.
Das Schloss war im frühen 16. Jahrhundert Heimat der ersten Druckerpresse in Tirol, wo das erste katholische Gesangbuch in deutscher Sprache entstand. Diese Rolle machte den Ort zu einem wichtigen Zentrum für die Verbreitung religiöser Texte in der Region.
Das Anwesen ist heute privates Eigentum und beherbergt die Stiftung Familie Pöll, daher ist kein Zutritt zu den Innenräumen oder Grundstücken erlaubt. Besucher können das Schloss nur von außen betrachten und die Architektur der Außenseite würdigen.
Im Jahr 1900 brachte Baron Rüdiger von Biegeleben eine bemerkenswerte Kunstsammlung ins Schloss, darunter japanische Samurai-Rüstungen und Waffen. Diese exotische Sammlung schuf einen unerwarteten kulturellen Kontrast im Herzen eines österreichischen Tiroler Schlosses.
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