Dijle, Flusssystem in Zentralbelgien
Die Dijle ist ein Flusssystem, das sich etwa 86 Kilometer von Houtain-le-Val durch die Provinzen Wallonisch-Brabant, Flämisch-Brabant und Antwerpen erstreckt und dann in die Rupel mündet. Das Wasser sammelt sich aus mehreren Zuflüssen wie der Demer, Zenne, Maalbeek und Woluwe, die von Brüssel und den umliegenden Gemeinden kommen.
Zwischen 1795 und 1815 benannte die französische Verwaltung eine ganze Provinz nach diesem Fluss und nannte sie Abteilung Dyle. Diese Zeit prägte die Region und ihre Verbindung zum Wassersystem, das ihre Wirtschaft und Verkehr lange bestimmt hatte.
Die Stadt Mechelen trägt den Beinamen Dijlestad und verdankt ihre Entwicklung als Handelsplatz dieser Wasserstraße. Noch heute prägen die Uferzonen und Brücken das Stadtbild und laden zum Spazieren ein.
In der Nähe von Mechelen ist der Fluss noch befahrbar, während die oberen Abschnitte durch geschlossene Schleusen und Wasserwirtschaftssysteme begrenzt sind. Wer die Route erkunden möchte, sollte vor Ort prüfen, welche Abschnitte für Boote oder Fußgänger zugänglich sind.
Der Fluss nimmt Wasser aus einem Netz von Zuflüssen auf, das sich über Brüssel und weit darüber hinaus erstreckt und damit Regionen verbindet, die sonst getrennt wirken. Diese Vernetzung macht ihn zu einer unsichtbaren Ader, die die Landschaften durchzieht.
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