Gefängnis von Saint-Gilles, Gefängnis in Belgien
Das Gefängnis von Saint-Gilles ist ein großer Komplex aus dem späten 19. Jahrhundert, der in Tudor-Stil mit hohen Mauern, spitzen Bögen und Wachtürmen gebaut wurde. Die innere Anordnung folgt einem Panopticon-System mit einem zentralen Überwachungspunkt, von dem aus lange Flügel mit bis zu drei Stockwerken und etwa 120 Zellen pro Seite abzweigen.
Das Gefängnis wurde zwischen 1878 und 1884 erbaut und ersetzte eine ältere Anlage mit einer innovativen Einzelzellen-Bauweise. Während der Weltkriege war es ein wichtiger Ort der Gefangenenhaltung, insbesondere für Kriegsgegner und Widerstandskämpfer, darunter berühmte Häftlinge wie Edith Cavell und Gabrielle Petit.
Das Gefängnis ist mit wichtigen Momenten der belgischen Geschichte verbunden, besonders während der Kriege und Widerstands-Bewegungen. Die Namen von Häftlingen wie Edith Cavell und Gabrielle Petit sind bis heute präsent und erinnern an Mut und Opfer, die an diesem Ort stattfanden.
Das Gefängnis ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, da es in der Nähe der Haltestelle Albert liegt, wo Trams und Busse halten. Die meisten Bereiche der Anlage sind gehbar, aber wie bei älteren Gebäuden sollten Besucher mit unterschiedlichen Ebenen und engen Fluren rechnen.
Im Jahr 1993 ereignete sich hier ein dramatischer Fluchtversuch, bei dem Häftlinge einen Wärter als Geisel nahmen und das Gefängnis verließen. Dieses Ereignis zeigt die Spannungen, die in der Anlage über Jahrzehnte hinweg herrschten, insbesondere durch Überbelegung und veraltete Infrastruktur.
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