Le Grand Veneur, Art-Deco-Gebäude in Keerbergen, Belgien
Le Grand Veneur ist ein weißes Art-déco-Gebäude in Keerbergen, Belgien, das mit geometrischen Formen und dekorativen Motiven gestaltet ist, die für diesen Stil typisch sind. Es wurde ursprünglich als Hotel-Restaurant mit Tennisplätzen errichtet und wurde später in Wohnungen umgebaut, wobei die ursprüngliche Außenfassade aus den 1930er Jahren erhalten blieb.
Das Gebäude wurde 1936 als Hotel-Restaurant eröffnet und zog schnell eine wohlhabende Kundschaft aus der Region an. Während des Zweiten Weltkriegs, zwischen 1944 und 1945, wurde es als strategisches Militärkommandozentrum genutzt, das die Abwehr der deutschen Angriffe auf den Hafen von Antwerpen koordinierte.
Der Name des Gebäudes bezieht sich auf einen Jäger, der in einem großen Wandbild an der Fassade dargestellt ist und die ländliche Jagdtradition der Region widerspiegelt. Dieses Bild verband das frühere Hotel mit der lokalen Identität Keerbergens, wo die Jagd einst eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielte.
Das Gebäude liegt im Zentrum von Keerbergen und ist gut zu Fuß erreichbar. Die Art-déco-Fassade ist von der Straße aus gut sichtbar, weshalb ein kurzer Aufenthalt von außen ausreicht, um die architektonischen Details zu bewundern.
Königin Elisabeth von Belgien besuchte das Gebäude während des Krieges und trug sich im März 1945 in das Gästebuch ein. Für den König von Ruanda wurde auf dem Gelände eigens eine separate Hütte errichtet, was die internationale Reichweite des Hauses unterstreicht.
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