El Atazar Reservoir, Bergstausee in der Sierra Norte, Spanien.
El Atazar ist ein Stausee in sechs Gemeinden der Sierra Norte, der an manchen Stellen mehr als 90 Meter (300 Fuß) tief in die Täler hinabreicht. Die Uferlinien winden sich durch Hügel und Wälder, während Dörfer auf den oberen Hängen über dem Wasserspiegel liegen.
Die Bauarbeiten begannen 1965 und endeten 1972, wobei die Kosten auf das Fünffache des ursprünglichen Budgets stiegen und schließlich 5000 Millionen Peseten erreichten. Die Ingenieure führten in Spanien erstmals ein doppelt gekrümmtes Gewölbedesign ein, um die komplexe Geologie der Schieferfelsen zu bewältigen.
Das Gewässer gehört zum Wasserversorgungsnetz von Canal de Isabel II und trägt 46 Prozent des gesamten Speichervolumens der Region Madrid bei. Lokale Gemeinden nutzen die Uferzone für traditionelle Feste, bei denen Fischer ihre Netze auswerfen und Wanderer sich an den Aussichtspunkten sammeln.
Besucher können den 60 Kilometer langen Weg des Genaro um das Gewässer erkunden, der verschiedene Dörfer über gekennzeichnete Wanderpfade und Aussichtspunkte verbindet. Die Route verläuft über sanfte Hügel und durch Täler, wobei einige Abschnitte im Sommer heiß und exponiert werden können.
Die Konstruktion erforderte spezielle Betonverstärkungen wegen der Schieferfelsen im Fundament, was die ersten Berechnungen der Ingenieure in Frage stellte. Die doppelte Krümmung der Gewölbemauer verteilt das Gewicht des Wassers auf die seitlichen Felsenwände und nicht nur auf den Talboden.
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