Desfiladero de Pancorbo, Schlucht in den Obarenes Bergen, Spanien
Der Desfiladero de Pancorbo ist eine Schlucht in der Provinz Burgos, Spanien, die sich durch die Kalksteinformationen der Obarenes-Berge schneidet und ein natürliches Tor zwischen dem Ebro-Tal und der Bureba-Ebene bildet. Die Felswände steigen auf beiden Seiten senkrecht auf und formen einen engen Durchgang, durch den ein Fluss und alte Wege verlaufen.
Die Schlucht wurde durch natürliche Erosion geformt und war seit der Römerzeit ein wichtiger Durchgangsweg, den antike Straßen nutzten, um die Region zu durchqueren. Während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges wurden an den Felswänden Befestigungsanlagen errichtet, um den Durchgang zu kontrollieren.
Die Schlucht liegt auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, und Wanderer durchqueren sie noch heute auf denselben Pfaden wie frühere Reisende. Die engen Passagen zwischen den Felswänden geben dem Durchgang ein besonderes Gewicht, das man beim Gehen deutlich spürt.
Die Schlucht lässt sich zu Fuß erkunden, und ein Zug fährt ebenfalls hindurch, was zwei sehr unterschiedliche Arten bietet, die Felswände aus der Nähe zu erleben. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten für einen Besuch, da die Temperaturen moderat sind und die Sicht auf die Felsen gut ist.
Ein Eisenbahnviadukt überquert die Schlucht hoch über den Felswänden und wurde im 19. Jahrhundert erbaut, als die Bahnlinie Madrid mit dem Baskenland verband. Von unten betrachtet, lässt sich das wahre Ausmaß der Felswände erst wirklich einschätzen.
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