Isabel II Reservoir, Stausee in Spanien
Das Isabel-II-Reservoir ist ein Wasserspeicherbauwerk in Níjar, Andalusien, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und aus einem Steinmauerwerk mit einer Höhe von etwa 35 Metern besteht. Der Damm erstreckt sich über etwa 44 Meter Länge und war ursprünglich mit Kanälen, Rohren und Bögen ausgestattet, um Wasser zu benachbarten Feldern wie Campohermoso und San Isidro zu verteilen.
Die Konstruktion begann vor über 150 Jahren und wurde um 1850 von dem Architekten Jerónimo Ros fertiggestellt, mit der Einweihung durch die Königin selbst. Das Projekt scheiterte schnell, da in nur zehn Jahren Sedimentablagerungen den Speicher füllten und die Struktur ihre Funktion praktisch einbüßte, da die kleine Einzugsgebiet nicht ausreichend Wasser liefern konnte.
Das Reservoir wurde nach Königin Isabella II benannt, ein Zeichen der damaligen politischen Anerkennung durch die spanischen Behörden. Der Ort spiegelt die jahrhundertelange Beziehung der lokalen Bevölkerung zu Wasser und Land wider, die bis heute in den umliegenden landwirtschaftlichen Praktiken sichtbar ist.
Der Ort ist mit dem Auto über eine kleine Straße und einen Feldweg von Níjar aus erreichbar und liegt nur wenige Kilometer entfernt. Die Umgebung ist ruhig und ruderlich, mit Fußwegen, die zu den verbleibenden Steinstrukturen führen, sodass Besucher die alte Mauer und Kanalabschnitte zu Fuß erkunden können.
Der Ort zeigt ein seltenes Beispiel einer fehlgeschlagenen Infrastrukturprojekt aus dem 19. Jahrhundert, bei dem die Architekten die Wassermenge unterschätzten, die der Fluss in dieser ariden Region transportiert. Heute zieht es Besucher an, die verstehen möchten, wie die alte Ingenieurtechnik funktionierte und warum sie trotz großer Anstrengungen scheiterte.
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