Hermitage of San Bartolomé, Romano-gotische Wehrkirche in Ucero, Spanien.
Die Hermitage von San Bartolomé ist eine befestigte Kirche im romanisch-gotischen Stil, die aus Kalkstein errichtet und mit einem lateinischen Grundriss versehen ist. Das Innere zeigt Spitzbögen, Ripengewölbe und zwei Rosetten mit fünfzackigen Sternen als charakteristische Merkmale.
Das Gebäude entstand in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts und markiert einen Wendepunkt zwischen romanischer und gotischer Architektur in der Region. Diese Übergangsperiode spiegelt sich in der Mischung von Bauelementen wider, die später für die spanische Kirchenarchitektur typisch wurden.
Die Kapelle zeigt in ihrem Inneren drei eigenständige Räume, die jeweils eigene sakrale Funktionen erfüllten. Diese räumliche Aufteilung prägt bis heute das Erlebnis beim Betreten der Kirche und zeigt, wie der Ort für verschiedene religiöse Aktivitäten genutzt wurde.
Die Kapelle liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Cañón del Río Lobos und ist in einer Flusslandschaft eingebettet, die von beeindruckenden Kalksteinfelsen geprägt ist. Der Ort lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wenn man die umliegenden Wanderwege nutzt, die zum Fluss und zu einer Höhle in der Nähe führen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Kirche an einem besonderen Ort steht: Sie liegt genau auf einer imaginären Linie, die zwei weit entfernte Kaps an der Iberischen Halbinsel verbindet. Dieser zufällige oder vielleicht beabsichtigte Standort macht den Ort zu einem geheimen Vermessenspunkt in der Geografie der Region.
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