San Martín de Albelda, Klosterruinen in Albelda de Iregua, Spanien
San Martín de Albelda ist eine Klosterruine in La Rioja, die auf einem ehemaligen arabischen Fort namens al-Bayadh errichtet wurde. Die Überreste teilen heute den Standort mit der funktionsfähigen Iglesia de San Martín de Tours, die noch immer regelmäßig Gottesdienste abhält.
Im Jahr 924 gründeten die Könige Sancho Garcés I. und Königin Toda diese Anlage, um die Rückeroberung von Nájera und Viguera zu feiern. Das Kloster wuchs schnell und wurde zu einem bedeutsamen kulturellen Zentrum des frühen Mittelalters.
Das Skriptorium dieses Klosters fertigte 976 das Codex Albeldensis an, das erste westeuropäische Werk mit bildlichen Darstellungen spanischer Herrscher und arabischen Ziffern. Besucher können heute noch die Bedeutung dieses Ortes in der Entwicklung der europäischen Schriftkultur nachvollziehen.
Die Ruine ist leicht zugänglich und kann von außen betrachtet werden, wobei die angrenzende aktive Kirche Hinweise auf die Lage bietet. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine archäologische Stätte handelt, daher sind offizielle Führungen oder Informationen vor Ort hilfreich.
Das Kloster erreichte seinen Höhepunkt um 950 mit etwa 200 Mönchen und wurde Schauplatz eines denkwürdigen Besuchs während einer frühen Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Dieses Ereignis verdeutlicht die wachsende Bedeutung dieser Route im Mittelalter.
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