Sant Pere de les Puelles, Benediktinerkloster im Stadtviertel Sant Pere, Barcelona, Spanien
Sant Pere de les Puelles ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, von dem nur die Pfarrkirche an der Plaça de Sant Pere erhalten ist. Der basilikale Grundriss bewahrt einen griechischen Kreuzkern mit korinthischen Säulen des 10. Jahrhunderts sowie Tonnengewölben und einer Kuppel des 12. Jahrhunderts. Das Portal des 15. Jahrhunderts zeigt im Tympanon einen gotischen Heiligen Petrus, und der achteckige Glockenturm des 18. Jahrhunderts beherbergt sechs Glocken.
Das Benediktinerinnenkloster wurde in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts von Graf Sunyer I. und Riquilda de Tolosa gegründet und am 16. Juni 945 von Bischof Guilarà geweiht. Im Jahr 985 zerstörte Almanzors Raubzug das Kloster und tötete oder versklavte die Nonnen; Graf Borrell II. ließ es wiederherstellen. 1147 wurde eine größere Kirche geweiht, und 1879 zog die Gemeinschaft nach Sarrià.
Das Kloster war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Ort für Benediktinerinnen und prägte das religiöse Leben im Viertel. Die Nonnen führten hier ihr Leben nach klösterlichen Regeln und hinterließen Spuren in der lokalen Geschichte.
Das Kloster liegt im Viertel Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera, in der Nähe bekannter Orte wie dem Palau de la Música Catalana und dem Santa Caterina Markt. Der Standort ermöglicht es, mehrere Sehenswürdigkeiten in einem Besuch zu erkunden.
Der zweigeschossige Kreuzgang existiert nicht mehr: Er wurde 1873 beim Durchbruch der Straße Méndez Núñez abgebaut. Seine romanischen Arkaden mit skulptierten Kapitellen werden im Museu Nacional d'Art de Catalunya aufbewahrt, weitere Fragmente befinden sich auf einem Privatgut in Sant Antoni de Vilamajor und im Museu Santacana in Martorell, und zehn gotische Bögen sind in ein Gebäude in der Carrer de Sant Ignasi 1-3 in Terrassa eingebaut.
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