Addis Abeba, Bundeshauptstadt in Äthiopien.
Addis Abeba ist die Hauptstadt Äthiopiens und gliedert sich in zehn Unterstädte, die sich auf einer Höhe von etwa 2355 Metern erstrecken. Die Bebauung reicht von mehrstöckigen Bürotürmen und breiten Boulevards bis hin zu Wohnvierteln mit niedrigen Häusern und engen unbefestigten Wegen.
Kaiser Menelik II gründete die Stadt 1886 als Ersatz für seine frühere Residenz auf dem Berg Entoto, weil dort ausreichend Thermalquellen vorhanden waren. Wenige Jahrzehnte später wurde sie zum dauerhaften Regierungssitz und entwickelte sich zum diplomatischen Zentrum Afrikas mit dem Sitz der Afrikanischen Union.
An Sonntagen strömen Gemeindemitglieder in weiße Gewänder gekleidet zu den zahlreichen orthodoxen Kirchen, während Priester mit bunten Zeremonialschirmen durch die Straßen ziehen. In den Stadtvierteln trinken Nachbarn gemeinsam den traditionellen Kaffee nach einem mehrstufigen Ritual, bei dem grüne Bohnen geröstet, gemahlen und in einer Tonkanne aufgebrüht werden.
Das zweispurige Stadtbahnsystem verbindet die wichtigsten Bezirke und fährt tagsüber in kurzen Abständen, während der internationale Flughafen Bole im Südosten als Drehscheibe für Reisende aus aller Welt dient. Wegen der Höhenlage kann die Sonne stark brennen, daher empfehlen sich Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser bei längeren Stadtspaziergängen.
Im Stadtteil Mercato befindet sich einer der größten offenen Märkte Afrikas, wo Händler alles von traditionellen Gewürzen bis zu modernen Elektronikgeräten verkaufen. Wenige Kilometer weiter liegt das Nationalmuseum, in dem die Überreste des Hominiden Lucy ausgestellt sind, die mehrere Millionen Jahre alt sind.
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