Äthiopien, Bundesrepublik in Ostafrika
Äthiopien ist ein ostafrikanisches Land, das sich vom Danakil-Tiefland bis zu den Gipfeln des Ras Dashan erstreckt und durch Hochebenen, Täler und Vulkanketten gegliedert wird. Das Territorium umfasst den Großen Afrikanischen Grabenbruch, der das Hochland in westliche und östliche Hälften teilt und zahlreiche Seen und Flusstäler schafft.
Das Kaiserreich Abessinien entstand im 13. Jahrhundert unter der salomonischen Dynastie und bewahrte über Jahrhunderte seine Unabhängigkeit gegenüber osmanischen und europäischen Expansionen. Die Niederlage der italienischen Armee bei Adua im Jahr 1896 machte das Land zum einzigen afrikanischen Staat, der nie dauerhaft kolonisiert wurde.
Die äthiopisch-orthodoxe Kirche prägt das Alltagsleben mit ihren Klöstern, Felskirchen und Pilgerstätten, die über das gesamte Land verteilt sind. Während der Fastenzeiten ernähren sich viele Menschen vegetarisch, und die liturgischen Gesänge in Ge'ez erklingen in den frühen Morgenstunden aus den Kirchen.
Die Hauptstadt Addis Abeba liegt auf über 2400 Metern Höhe, was Reisende in den ersten Tagen spüren können und eine langsame Gewöhnung erfordert. Viele Regionen sind durch gebirgiges Gelände geprägt, was längere Fahrzeiten zwischen den Orten bedeutet und eine sorgfältige Reiseplanung notwendig macht.
Das Land verwendet einen eigenen Kalender, der sieben bis acht Jahre hinter dem gregorianischen Kalender liegt und 13 Monate zählt. Die Tageszeit wird anders gemessen, wobei der Tag mit Sonnenaufgang bei null Uhr beginnt und die Nacht ebenso bei Sonnenuntergang neu startet.
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