Erta Ale, Schildvulkan in Kilbet Rasu, Äthiopien
Erta Ale erhebt sich in der Danakil-Senke und besteht aus dunklem Basaltgestein, das über Jahrtausende abgelagert wurde. Die Caldera an der Spitze enthält mehrere Krater, von denen einer einen ständig aktiven Lavasee behergt.
Der Vulkan ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts ununterbrochen aktiv, was ihn zu einem außergewöhnlichen Beispiel dauerhafter vulkanischer Prozesse macht. Wissenschaftler dokumentieren seine Aktivität seit über einem Jahrhundert, wobei der Lavasee fast nie erlosch.
Der Name kommt aus der Sprache der Afar und bedeutet so viel wie rauchender Berg, was auf die ständigen Dämpfe hinweist. Nomaden in der Umgebung kennen den Vulkan seit langem und meiden oft seine unmittelbare Nähe wegen der Hitze und der Gase.
Der Zugang erfolgt meist nachts durch eine mehrstündige Wanderung vom Basislager aus, um die extreme Hitze des Tages zu vermeiden. Besucher sollten ausreichend Wasser mitbringen und auf festes Schuhwerk achten, da das Gelände aus scharfem Vulkangestein besteht.
Der Lavasee zählt zu den wenigen weltweit, die dauerhaft existieren und Forschern direkten Einblick in vulkanische Vorgänge bieten. Die Oberfläche des Sees glüht nachts rot und zeigt ständige Bewegungen der Magmaschichten.
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