Bet Giyorgis, In Fels gehauene Kirche in Lalibela, Äthiopien
Die Kirche des Heiligen Georg ist eine fünfzehn Meter hohe Felsenkirche in Lalibela, die als symmetrisches Kreuz abwärts in vulkanisches Gestein gehauen wurde. Man erreicht sie über einen schmalen Graben, der das freistehende Bauwerk von den umgebenden Felswänden trennt.
König Lalibela ließ die Kirche um 1200 als Teil einer Gruppe von elf Felsenkirchen errichten, die ein neues Jerusalem nachbilden sollten. Sie entstand als letzte dieser Sakralbauten und galt bald als Krönung des gesamten Ensembles.
Gläubige tragen weiße Tücher während der Gottesdienste und küssen die in den Fels gemeißelten Wände beim Betreten des Kirchenraums. Priester verwahren jahrhundertealte Manuskripte und liturgische Gegenstände in den in die Felswände gehauenen Nischen.
Besucher müssen Schuhe ausziehen und auf Schutzteppichen über die Steinböden gehen, bevor sie den Innenraum betreten. Lokale Guides führen durch die engen Gänge und weisen auf architektonische Details in den in den Fels gehauenen Räumen hin.
Das Dach enthält kunstvolle Entwässerungskanäle, die seit acht Jahrhunderten direkt in den massiven Fels gemeißelt sind und Regenwasser vom Gebäude fernhalten. Diese Rinnen leiten das Wasser in unterirdische Kammern, die bis heute funktionieren.
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