Afar-Region, Verwaltungsgebiet im Nordosten Äthiopiens
Die Afar Region ist eine Verwaltungseinheit im nordöstlichen Äthiopien, die sich über eine große Fläche mit Wüstengebieten, Gebirgszügen und tiefliegenden Senken erstreckt. Die Landschaft wird von aktiven Vulkanen, Salzseen und dem Rift Valley geprägt, was sie zu einem geologisch bemerkenswerten Gebiet macht.
Diese Verwaltungseinheit entstand 1995 im Zuge der Umgestaltung des äthiopischen Staates, als das Land in ethnisch definierte Regionen aufgeteilt wurde. Semera wurde einige Jahre später als neues Verwaltungszentrum ausgewählt, um die Regierungsstellen aus Asaita zu verlegen.
Die Mehrheit der Bewohner lebt vom Viehhüten und zieht mit ihren Herden zwischen den Weideplätzen, wobei viele Familien in mobilen Unterkünften aus Matten und Holz wohnen. In den größeren Siedlungen finden Märkte statt, auf denen Salz und andere Waren aus der Umgebung getauscht werden.
Die Hauptstraße von Awash nach Assab durchquert das Gebiet und verbindet die wichtigsten Orte miteinander, wobei Reisende mit staubigen Abschnitten und teils schwierigen Bedingungen rechnen sollten. Wasser und Vorräte sollten in den größeren Orten aufgefüllt werden, da die Entfernungen zwischen den Siedlungen groß sind.
In dieser Region fanden Forscher die Knochenreste eines frühen menschlichen Vorfahren, der mehrere Millionen Jahre alt ist und der Wissenschaft wichtige Einblicke in die menschliche Evolution ermöglichte. Die geologischen Schichten machen das Gebiet zu einem internationalen Schwerpunkt der Paläoanthropologie.
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