Unteres Awash-Tal, Paläontologische UNESCO-Welterbestätte in der Region Afar, Äthiopien
Das Tal des unteren Awash ist eine trockene Region mit Vulkanformationen, natürlichen Warmquellen und verschiedenen geologischen Schichten, die sich über weite Strecken erstrecken. Die Landschaft besteht aus sandigen und felsigen Ebenen, durchsetzt mit erosionsgeprägten Strukturen, die Millionen von Jahren der Erdgeschichte offenlegen.
Die Gegend wurde Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Paläoanthropologie, als Wissenschaftler dort bedeutende Fossilien menschlicher Vorfahren ausgegraben. Diese Funde ermöglichten völlig neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Menschheit über mehrere Millionen Jahre hinweg.
Die Afar-Bevölkerung bewegt sich durch das Tal und lebt von der Viehzucht, wobei saisonale Wanderungen die Bewirtschaftung ihrer Herden prägen. Ihre Siedlungen sind in die karge Landschaft integriert und spiegeln jahrtausendealte Anpassungen an diese extremen Bedingungen wider.
Der Besuch erfordert Genehmigungen und lokale Führer, die notwendig sind, um die Ausgrabungsstätten sicher zu erreichen und zu durchlaufen. Die Temperaturen übersteigen regelmäßig 30 Grad Celsius, daher sollte man sich auf extreme Hitze und lange Fahrtzeiten vom nächsten größeren Ort vorbereiten.
Das Tal enthält übereinander gelagerte Sedimentschichten, die wie ein offenes Geschichtsbuch Fossilien aus verschiedenen Epochen bewahrt haben. Diese natürliche Abfolge ermöglicht es Forschern, Millionen Jahre Evolution an einem Ort nachzuverfolgen, eine Seltenheit in der Paläoanthropologie.
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