Guassa Community Conservation Area, Schutzgebiet in der Region Menz, Äthiopien
Das Guassa-Schutzgebiet ist eine hochgelegene Graslandschaft in Zentraläthiopien, die sich zwischen 3.200 und 3.700 Metern Höhe erstreckt. Die Landschaft besteht aus offenen Weideflächen, Bergen und klaren Bächen, die typisch für diese Bergregion sind.
Das Gebiet folgt seit etwa 400 Jahren einem traditionellen Verwaltungssystem namens Qero, in dem gewählte Anführer die Ressourcen verwalten und schützen. Dieses System zeigt, wie die Gemeinschaft gelernt hat, ihre natürliche Umgebung nachhaltig zu bewirtschaften.
Die Gemeinden in dieser Region bewahren handwerkliche Traditionen wie die Herstellung von Wolldecken in nahegelegenen Dörfern. Diese lokalen Praktiken sind eng mit dem Schutz des Landes verbunden und zeigen, wie Menschen und Natur hier nebeneinander bestehen.
Der Zugang erfordert meist eine Fahrt von etwa 80 Kilometern vom Hauptweg und sollte mit einem lokalen Führer geplant werden. Besucher sollten auf die Höhe vorbereitet sein und festes Schuhwerk sowie warme Kleidung mitbringen, da das Wetter rasch wechseln kann.
Das Gebiet beherbergt den Äthiopischen Wolf, eine der seltensten Hundarten der Welt mit weniger als 450 verbleibenden Exemplaren. Gerade diese extreme Seltenheit macht Besuche hier zu einer Chance, eine bedrohte Art in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen.
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