Danakil-Senke, Geologische Depression in der Afar-Region, Äthiopien.
Diese geologische Senke erstreckt sich über 200 Kilometer Länge und 50 Kilometer Breite und liegt teilweise 125 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Landschaft umfasst Salzseen, Lavaseen, aktive Vulkane und säurehaltige Quellen, deren Mineralablagerungen leuchtende Gelb-, Grün- und Rottöne erzeugen.
Paläoanthropologen entdeckten hier 1974 das Fossil Lucy, einen 3,2 Millionen Jahre alten Australopithecus afarensis, was die Region als bedeutenden Fundort für die Erforschung menschlicher Evolution etablierte. Die tektonische Aktivität an der Schnittstelle dreier Kontinentalplatten formt diese Senke seit Millionen Jahren kontinuierlich um.
Afar-Gemeinschaften betreiben hier seit Jahrhunderten Salzgewinnung und transportieren die Mineralblöcke mit Kamelkarawanen über etablierte Handelsrouten durch die Wüste zu regionalen Märkten. Diese traditionelle Wirtschaftsform prägt weiterhin das Leben der nomadischen Bevölkerung in einer der unwirtlichsten Regionen des Kontinents.
Touren starten von Mekele aus zwischen September und Mai, wenn die Temperaturen auf 35 Grad Celsius fallen statt der extremen 50 Grad Celsius in den Sommermonaten. Besucher benötigen Geländewagen, bewaffnete Führer gemäß regionalen Vorschriften und müssen ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitbringen.
Der Gaet'ale-Teich, der nach einem Erdbeben 2005 entstand, enthält Wasser mit 43 Prozent Salzgehalt und übertrifft damit das Tote Meer. Diese extreme Salinität macht ihn zum konzentriertesten natürlichen Salzsee der Erde und schließt nahezu jede Lebensform aus.
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