Erkylä Manor, Kulturerbestätte von nationaler Bedeutung in Hausjärvi, Finnland
Erkylä Manor ist ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert in Hausjärvi, Finnland, mit hell verputzten Wänden, großen Bogenfenstern und vorspringenden Erkern, entworfen vom Architekten A.F. Granstedt. Zur Anlage gehören auch Nebengebäude im neugotischen Stil, die durch Wege miteinander verbunden sind und auf einen parkähnlichen Bereich hinunter zum See Erkylä führen.
Das Gut geht auf einen Pferdehof namens Apola zurück, der in den 1540er Jahren angelegt wurde, und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden Herrensitz. Im 19. Jahrhundert wurde es unter dem Einfluss von General Johan Reinhold Munck, dem Kanzler der Universität Helsinki, grundlegend umgebaut und erweitert.
Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gut eine Schule für die Kinder der Landarbeiter gegründet, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war. Wer das Gelände heute besucht, sieht noch immer Gebäude, die einst für die Gemeinschaft der einfachen Leute bestimmt waren.
Das Gelände ist mit markierten Wegen zugänglich, die an den Hauptgebäuden vorbeführen und bis zum See hinunterreichen. Bei trockenem Wetter lässt sich das gesamte Areal am besten zu Fuß erkunden.
Im Jahr 1918 wurden auf dem Gutsgelände vier deutsche Soldaten begraben, deren gekennzeichnete Gräber noch heute im Park zu sehen sind. Ihr Vorhandensein ist eine stille Erinnerung an die Kämpfe, die sich hier im Frühling 1918 während des finnischen Bürgerkriegs ereigneten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.