Thermes de Constantin, Römische Bäder in Arles, Frankreich
Die Thermes de Constantin sind eine antike Badeanlage im Herzen von Arles, die zu den am besten erhaltenen ihrer Art in Frankreich zählt. Die Anlage besteht aus mehreren Räumen unterschiedlicher Größe, darunter ein großer Saal mit gewölbter Decke und breiten Maueröffnungen, die einst Licht in die Badebereiche ließen.
Die Anlage wurde im frühen 4. Jahrhundert errichtet, als Kaiser Konstantin Arles zu einer seiner bevorzugten Residenzen machte. Die Badesäle blieben mehrere Jahrhunderte lang in Betrieb und wurden im Mittelalter schrittweise von der wachsenden Stadt überbaut.
Die Therme war ein Ort, an dem sich die Römer täglich zum Baden, zum Austausch und zur Erholung trafen. Diese sozialen Räume prägten das tägliche Leben und zeigen, wie wichtig Körperpflege und Gemeinschaft in der antiken Welt waren.
Der Standort befindet sich im Stadtzentrum von Arles, gut zu Fuß von den anderen antiken Sehenswürdigkeiten der Stadt erreichbar. Ein Teil der Räume liegt tief im Boden, sodass festes Schuhwerk empfohlen wird.
Unter den Böden der Baderäume ist noch heute das Hypokaustsystem sichtbar: ein Netz aus kleinen Pfeilern, das heiße Luft zirkulieren ließ. Dieses System erwärmte gleichzeitig den Boden und die Wände und erzeugte so ein durchgehendes Heizklima im ganzen Gebäude.
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