Église Saint-Jean-du-Baly, Kirche in Lannion, Frankreich
Die Kirche Saint-Jean-du-Baly ist ein Kirchengebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Rue Général de Gaulle in Lannion, Bretagne, und steht als klassifiziertes Baudenkmal unter staatlichem Schutz. Das Gebäude aus Stein hat eine große Haupthalle mit alten Gewölben, mehrere Seitenkapellen und einen Glockenturm; im Inneren befinden sich ein hölzerner Kanzel, Altäre und Bänke.
Die Kirche wurde zwischen 1511 und 1548 an der Stelle einer Kapelle errichtet, die einst zum Festungsschloss von Lannion gehörte, und war zunächst Notre-Dame geweiht, bevor sie 1625 dem Heiligen Johannes gewidmet wurde. Ihr Name "du Baly" stammt von einem Spazierweg, der auf den Überresten der alten Stadtmauern angelegt wurde.
Die Kirchenfenster im Art-Déco-Stil wurden von Henri Marcel Magne geschaffen und zeigen religiöse Szenen in leuchtenden Farben. Vor dem Eingang steht ein großes steinernes Kalvarienberg-Kreuz, das 1867 von der Familie Hernot errichtet wurde und auf der Pariser Weltausstellung desselben Jahres mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde.
Die Kirche liegt an der Hauptstraße von Lannion und ist zu Fuß vom Bahnhof in wenigen Minuten erreichbar; in der Umgebung gibt es einen kleinen Parkplatz. Die Öffnungszeiten ermöglichen in der Regel Besuche an Wochentagen und am Sonntagvormittag, und das Angebot an Informationsmaterial vor Ort hilft dabei, die Kunstwerke und die Geschichte des Gebäudes besser zu verstehen.
Die Kirche besitzt eine Orgel aus dem Jahr 1601, eine der ältesten noch funktionsfähigen Orgeln in der Bretagne, die 1972 restauriert wurde und 37 Register umfasst. Ein Teil der Gewölbe, die im 19. Jahrhundert freigelegt wurden, hat die Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes, eine für bretonische Sakralbauten charakteristische Bauweise.
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