City walls of Le Quesnoy, Mittelalterliche Befestigungen in Le Quesnoy, Frankreich.
Die Stadtmauern von Le Quesnoy bilden einen vollständigen Ring um die Stadt mit fünf pfeilförmigen Bastionen, Gräben und mehrschichtig aus Stein und Erde erbauten Verteidigungsstrukturen. Das System erstreckt sich über etwa 3 Kilometer und zeigt verschiedene Bauphasen von mittelalterlichen bis zu neueren Befestigungstechniken.
Die Befestigung entstand um 1150 unter Graf Beauduin IV. von Hennegau und wurde 1527 umfassend modernisiert, als spanische Truppen neue Verteidigungselemente hinzufügten. Diese beiden Phasen prägen bis heute das Aussehen der Anlage.
Die Mauern zeigen, wie die Menschen hier über Jahrhunderte hinweg ihre Stadt schützen wollten und wie sich ihre Vorstellungen von Verteidigung veränderten. Wenn man heute über die Wälle spaziert, kann man sehen, wie ältere runde Türme neben später gebauten kantig angelegten Bastionen stehen.
Man kann die komplette Mauer in einem Rundgang ablaufen; der einfachste Zugang liegt in der Nähe des Bahnhofs über das ehemalige Flamengrie-Tor. Die erhaltenen Wege sind breit und gut zu Fuß zu erkunden, auch wenn es einige Steigungen gibt.
Das Befestigungssystem enthält drei verbundene Wasserbecken, die gezielt überflutete Bereiche außerhalb der Mauern als zusätzliche Schutzmaßnahme schaffen konnten. Diese Wasserbauten waren ein raffiniertes Element der Verteidigungsstrategie, das heute noch sichtbar ist.
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