Ananuri, Mittelalterlicher Festungskomplex in der Gemeinde Dusheti, Georgien
Ananuri ist eine Befestigungsanlage mit zwei Burgen, die durch gezinnte Mauern verbunden sind und Wachtürme entlang des Aragvi-Flusses in etwa 900 Metern Höhe aufweist. Das Gelände umfasst eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert und verschiedene Nebengebäude, die die frühere Nutzung als herrschaftlicher Wohnkomplex zeigen.
Die Anlage entstand als Sitz der Herzöge von Aragvi vom 13. Jahrhundert an und wurde zum Zentrum der regionalen Herrschaft. Ein Überfall im Jahr 1739 durch Rivalen aus dem Ksani-Tal beschädigte die Struktur erheblich und markierte das Ende der Blütezeit.
Die Kirche der Muttergottes zeigt georgische Architektur mit feinen Steinmetzarbeiten und einer Zentralkuppel, die das religiöse Leben der Region prägte. Die Inschriften und Kunstwerke an den Wänden erzählen von den Familien, die hier beteten und ihre Geschichte hinterließen.
Der Ort liegt etwa 72 Kilometer nördlich von Tbilissi und ist das ganze Jahr über zugänglich, wobei geführte Touren die mittelalterlichen Verteidigungssysteme erklären. Der Besuch benötigt meist einige Stunden, um die Festungsmauern, Türme und die Kirche im Inneren gründlich zu erkunden.
Im Inneren der Kirche steht ein steinerner Baldachin, den eine Witwe zu Ehren ihres verstorbenen Mannes errichtete und der noch heute sichtbar ist. Mehrere Gräber von Aragvi-Herzögen befinden sich ebenfalls in diesem heiligen Raum und zeugen von seiner besonderen Bedeutung für die herrschende Familie.
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