Mound of the Hostages, Neolithisches Ganggrab in der Grafschaft Meath, Irland
Das Grabmal der Geiseln ist ein rundes Bauwerk mit etwa 15 Metern Durchmesser und etwa 3 Metern Höhe, mit einem engen Durchgang, der zu einer inneren Kammer führt. Das Innere zeigt kunstvolle Muster aus Kreisen, Spiralen und x-förmigen Symbolen in den Steinwänden.
Das Grabmal wurde zwischen 3350 und 2800 v. Chr. errichtet und enthielt die verbrannten Überreste von mehr als 200 Menschen. Beigaben wie Bronzegegenstände und bemalte Keramik zeigen, dass dieser Ort über viele Generationen hinweg für Bestattungen genutzt wurde.
Der Eingang ist nach der Wintersonnenwende und dem Imbolc-Fest ausgerichtet, was zeigt, wie wichtig die Bewegung der Sonne für die Menschen war, die diesen Ort bauten. Besucher können heute sehen, wie das Licht zu bestimmten Jahreszeiten in die innere Kammer fällt und dies in ihrem Leben eine Rolle spielte.
Der Ort ist über einen gut markierten Weg erreichbar, und an der Eingangssäule gibt es informative Tafeln, die den Besuchern helfen, die Struktur zu verstehen. Es ist empfehlenswert, in den frühen Morgenstunden zu besuchen, wenn das Licht in die Kammer eindringt, besonders während der Solstitium- und Äquinoktium-Phasen.
Der Name stammt von einem alten Missverständnis: Der Ort wurde früher als Versammlungsplatz für Gefangene interpretiert, obwohl es tatsächlich ein Grabmal war. Dieser fehlerhafte Name aus irischer Folklore ist bis heute geblieben, obwohl Archäologen längst wissen, worum es sich handelt.
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