Neun-Grad-Kanal, Meerenge zwischen den Lakkadiven und dem Maliku-Atoll, Indien
Die Meerenge liegt zwischen der Inselgruppe Kalpeni-Suheli Par und Minicoy und verbindet zwei große Meeresbereiche des Indischen Ozeans. Das Gewässer ist an seiner breitesten Stelle rund 200 Kilometer breit und fällt an manchen Stellen auf Tiefen von etwa 2.600 Metern ab.
Die Meerenge verdankt ihren Namen ihrer Lage auf dem neunten Breitengrad nördlich des Äquators, was sie schon früh zu einem wichtigen Orientierungspunkt für Seefahrer machte. Dieses geografische Merkmal half Navigatoren Jahrhunderte lang, ihre Position auf dem offenen Meer zu bestimmen.
Die Gewässer rund um die Meerenge sind Lebensraum für Fischer aus dem Lakshadweep-Archipel, die hier seit Generationen ihre Netze auswerfen und den Ozean kennen wie kaum jemand sonst. Die tägliche Arbeit dieser Gemeinden ist eng mit den Strömungen und Rhythmen des Meeres verflochten.
Große Handelsschiffe nutzen diese Route, um zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten zu fahren, weshalb hier ständig Schiffsverkehr herrscht. Besucher und Reisende können die Passage am besten von den umliegenden Inseln aus beobachten oder während einer Bootsfahrt erleben.
Im südlichen Bereich der Meerenge liegt das Investigator Bank, eine versunkene Landformation, die zusätzliche Herausforderungen für die Navigation schafft. Diese Unterwasserkette verändert die Meeresströmungen auf unerwartete Weise und macht die Gegend für Seefahrer besonders tückisch.
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