Bhitarkanika National Park, Nationalpark im Bezirk Kendrapara, Odisha, Indien.
Bhitarkanika ist ein Schutzgebiet in Ostindien, wo Flüsse aus dem Landesinneren auf das Meer treffen und ein weitläufiges Netz aus Mangrovenwäldern und Wasserwegen bilden. Die Vegetation wird bei Flut teilweise überschwemmt, sodass Baumwurzeln und schlammige Ufer den Großteil der Landschaft prägen.
Die Herrscher von Kanika jagten hier bis in die frühen 1970er-Jahre, bevor die Regierung das Gebiet unter Schutz stellte. Die offizielle Umwandlung in einen Nationalpark folgte 1975 mit dem Ziel, bedrohte Tierarten und die Mangrovenwälder zu bewahren.
Fischer aus den umliegenden Dörfern fahren mit kleinen Booten in die Wasserstraßen und nutzen dabei überlieferte Kenntnisse über Gezeiten und Strömungen. Die Honigsammler betreten den Wald während bestimmter Mondphasen, wenn die Bienen weniger aktiv sind und das Sammeln sicherer wird.
Bootstouren mit erfahrenen Führern starten meist von Dörfern am Rand des Gebiets und dauern mehrere Stunden auf schmalen Kanälen. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und März, wenn die Hitze nachlässt und Zugvögel eintreffen.
Mehrere tausend Salzwasserkrokodile leben in den Flüssen und Kanälen des Schutzgebiets und sonnen sich oft auf schlammigen Ufern. Besucher sehen die Reptilien während Bootsfahrten aus sicherer Entfernung, während sie regungslos im seichten Wasser liegen.
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