Ashtamudi See, Ramsar-Gebiet im Distrikt Kollam, Indien
Der Ashtamudi-See erstreckt sich über Kerala und teilt sich in acht verschiedene Arme, die durch ein Netzwerk von Kanälen miteinander verbunden sind. Die Gewässer verbinden sich über die Neendakara-Flussmündung mit dem Arabischen Meer.
Der See war seit der Antike eine wichtige Handelsroute, und im 14. Jahrhundert war der nahe gelegene Hafen von Quilon ein bedeutendes Handelszentrum der Region. Der Ort verbindet die maritime Geschichte Südasiens mit lokalen Handelsnetzen.
Traditionelle chinesische Fischernetze prägen das Bild der Wasserwege, wo Fischer nach alten Methoden arbeiten und in Siedlungen entlang des Ufers leben. Diese Praktiken sind Teil des täglichen Lebens und zeigen, wie die Menschen hier seit Generationen mit dem Wasser verbunden sind.
Besucher können mit Bootsfahrten die verzweigten Gewässer erkunden, wobei die beste Zeit zwischen Oktober und März liegt. Mit angepasstem Tempo und ruhigen Bedingungen lässt sich das System der Kanäle leicht durchfahren.
Die lokale Muschelwirtschaft erhielt 2014 eine internationale Zertifizierung als erste nachhaltige Fischerei nach MSC-Standard in Indien. Diese Auszeichnung zeigt, wie traditionelle Fischerei mit modernen Nachhaltigkeitsanforderungen verbunden werden kann.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.