Kumortuli, Traditionelles Töpferviertel im Norden von Kolkata, Indien
Kumortuli ist ein Handwerkerviertel in Nordkolkata, wo Künstler in kleinen Werkstätten Tonplastiken und religiöse Figuren anfertigen. Die Gassen sind eng und voller Aktivität, überall sieht man Kunstwerke in verschiedenen Stadien der Fertigstellung und Stapel von Rohlingen.
Das Viertel entstand im 18. Jahrhundert, als Töpfer nach Kolkata zogen und sich hier niederließen, um ihre Handwerk unter veränderten Bedingungen fortzusetzen. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich Kumortuli als Zentrum für Idol- und Figurenherstellung etabliert und diese Rolle bis heute bewahrt.
Die Handwerker hier stellen Jahr für Jahr Göttinnen-Figuren für das Durga-Puja-Fest her, wobei jede Familie ihre eigenen Methoden bewahrt hat. Man sieht überall in den Werkstätten, wie diese Traditionen weitergegeben werden und das Viertel während der Festsaison zum Leben erwacht.
Man erreicht das Viertel am besten über die Rabindra Sarani Straße, und die nahegelegene Bahnstation Sovabazar Ahiritola bietet gute Anschlüsse für Besucher. Es ist sinnvoll, morgens zu kommen, wenn die Künstler aktiv arbeiten und die Werkstätten offener wirken.
Künstler bereiten den Ton auf traditionelle Weise vor, indem sie barfuß darauf treten, um Unreinheiten zu entfernen, bevor sie ihn mit bloßen Händen formen. Diese Methode wird seit Generationen weitergegeben und ist ein sichtbarer Teil des Alltagsablaufs in jedem Werkstatt.
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