Gandhola Monastery, Buddhistisches Kloster in Lahaul und Spiti, Indien
Das Gandhola-Kloster ist ein tibetisch-buddhistisches Kloster im Distrikt Lahaul und Spiti im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh, gelegen in der Nähe des Dorfes Tupchiling am Zusammenfluss zweier Flüsse. Das zweistöckige Gebäude ist aus Stein und Holz gebaut und verfügt über einen Versammlungssaal im Erdgeschoss sowie ein markantes Flachdach mit traditionellen Schieferplatten.
Archäologische Funde in der Region, darunter ein Kupferbecher aus dem 1. Jahrhundert, belegen, dass buddhistische Gemeinschaften schon früh in diesem Tal siedelten. Das Kloster entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Zentrum der tibetisch-buddhistischen Tradition in Lahaul.
Das Kloster beherbergt hölzerne Statuen von Lehrern und Gottheiten, die im tibetisch-buddhistischen Glauben eine zentrale Rolle spielen und von Mönchen und Gläubigen täglich verehrt werden. Der Versammlungssaal im Erdgeschoss dient als Ort des Gebets und der Meditation und vermittelt Besuchern einen direkten Eindruck des religiösen Alltags.
Das Kloster ist von Tupchiling aus auf einem etwa 4 Kilometer langen Fußweg zu erreichen, einem kleinen Dorf, das an der Hauptstraße in Richtung Keylong liegt. Wegen der großen Höhe empfiehlt es sich, sich vor dem Besuch ausreichend Zeit zur Akklimatisierung zu nehmen und warme Kleidung einzupacken.
Das Gebäude ist mit etwa 17 mal 11 Metern ungewöhnlich klein für ein Kloster und wirkt dadurch persönlicher als viele andere Anlagen in der Region. Das Dach aus handverlegten Kangra-Schieferplatten ist eine lokale Handwerkstechnik, die in dieser Form kaum noch anderswo zu finden ist.
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