Tranquebar, Dänische Kolonialfestung in Tharangambadi, Indien
Fort Dansborg ist eine rechteckige Befestigung an der Küste von Coromandel, die von dicken Steinmauern, Ecktürmen und einem zentralen Innenhof geprägt ist. Die Struktur wurde als Verwaltungs- und Handelszentrum errichtet und blickt auf die Bucht von Bengalen.
Die dänische Ostindien-Kompanie gründete diesen Handelsposten 1620, nachdem König Christian IV. Admiral Ove Gedde entsandt hatte, um mit dem Herrscher Raghunatha Nayak zu verhandeln. Die Anlage blieb über 200 Jahre lang unter dänischer Kontrolle, bis sie schließlich an den britischen Einfluss in der Region fiel.
Die Neue Jerusalem Kirche war 1718 ein Zentrum für protestantische Missionsarbeit und zeigt heute noch Spuren dieser religiösen Geschichte in ihrer Ausstattung. Besucher können in den Räumen die Verbindung zwischen dänischen Missionaren und lokalen Gemeinden nachvollziehen.
Der Zugang zur Festung ist zu Fuß vom Stadtzentrum aus leicht erreichbar, wobei der Landtor-Eingang die historische Grenze des kolonialen Gebiets markiert. Im Inneren können Besucher das Tranquebar-Museum mit dänischen Manuskripten, Handelsobjekten und archäologischen Funden erkunden.
Der Landtor-Eingang trägt das dänische Königssiegel und ist das einzige erhaltene Tor aus der Zeit, als Tranquebar als dänische Kolonie fungierte. Dieses seltene Überbleibsel der Stadttore gibt Besuchern einen konkreten Eindruck von den einstigen Grenzen der europäischen Siedlung.
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