Stift Lilienfeld, Zisterzienserabtei in Lilienfeld, Österreich
Das Lilienfelder Kloster ist eine Zisterzienserabtei in Niederösterreich mit einer großen gotischen Kirche, mehreren Kreuzgängen und zahlreichen Nebengebäuden aus verschiedenen Epochen. Die Anlage zeigt eine harmonische Mischung aus mittelalterlicher Architektur und späteren Umbauten, die das Wachstum des Klosters über Jahrhunderte hinweg widerspiegeln.
Leopold VI. gründete das Kloster 1202 als Tochtergründung der Abtei Heiligenkreuz und erhöhte damit die Bedeutung der Zisterzienser in Österreich. Eine Reliquie des Kreuzes Christi, die später ins Kloster kam, machte den Ort zum Ziel von Pilgern und stärkte seinen Ruf als spiritueller Stätte.
Der Name des Klosters verweist auf die Lilienwurzel, eine Heilpflanze, die in der Umgebung wuchs und für Heiltränke verwendet wurde. Besucher sehen heute noch in den Räumen Hinweise auf die Verbindung zwischen Klosterleben und Naturheilkunde, die das tägliche Wirken der Mönche prägte.
Die Anlage ist am besten zu Fuß zu erkunden, da die verschiedenen Gebäude auf dem Gelände verteilt sind und der Innenbereich der Kirche besondere Aufmerksamkeit verdient. Es ist sinnvoll, etwas Zeit einzuplanen, um alle Räume und die kunstvolle Innenausstattung in Ruhe zu betrachten.
Die Orgel in der Klosterkirche zählt zu den ältesten und größten noch funktionsfähigen Orgeln Österreichs mit einer langen Geschichte von Restaurationen und Verbesserungen. Ihr Sound prägt bis heute die Gottesdienste und Konzerte im Kloster.
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