Burg Klingenstein, Mittelalterliche Burgruine in Maria Lankowitz, Österreich.
Burg Klingenstein ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem bewaldeten Bergrücken nahe Maria Lankowitz in der Steiermark, Österreich. Erhalten sind Mauerreste und Gebäudefundamente, die sich über das Gelände verteilen und von steilen Hängen umgeben sind.
Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet, um Handelswege von Voitsberg über den Gaberl-Pass ins obere Murtal zu sichern. Im 16. Jahrhundert befand sie sich im Besitz der Familie Saurau, bis ein Feuer die Anlage so schwer beschädigte, dass sie endgültig aufgegeben wurde.
Der Name Klingenstein geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort für Schluchten oder Täler zurück, was auf die Lage der Burg in einem zerklüfteten Gelände hinweist. Wer die Ruine heute besucht, kann gut erkennen, warum dieser Bergrücken als Standort gewählt wurde: Die Hänge fallen steil ab und bieten weite Sichtlinien in alle Richtungen.
Der Bergrücken ist über Wanderwege erreichbar, aber das Gelände ist uneben und die Hänge sind steil, daher ist festes Schuhwerk unbedingt erforderlich. Nach Regen können die Pfade rutschig werden, weshalb Vorsicht besonders bei feuchten Bedingungen geboten ist.
In den frühen 1980er Jahren wurden die Ruinen auf Initiative des Bürgermeisters Hubert Stiefmann gesichert und für Besucher zugänglich gemacht, was unter Fachleuten eine Debatte über die richtigen Methoden zur Erhaltung historischer Bausubstanz auslöste. Diese Diskussion spiegelt eine breitere Frage wider, die viele ähnliche Projekte in der Region betrifft: Wie weit darf man bei der Konsolidierung einer Ruine gehen, ohne ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zu verfälschen?
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